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Wie alles begann

Nach 5 Jahren Präsidentschaft macht Bernd Lutzmann Platz für Jürgen Bär, der selbst niemals ("Ohne mich" Originalton Bär) beim Karneval mitmachen wollte, dann aber vom GCC-Virus infiziert wird und seitdem nicht davon lassen kann.

Mit dem dem Programm "Wo alles schiebt soll keiner bremsen" wird der GCC Rosenmontag 1985 mit dem Titel "Hervorragendes Volkskunstkollektiv des DDR" ausgezeichnet und damit "hoffähig" gemacht. Diese Tatsache bringt uns gegenüber denjenigen in eine stärkere Position, die uns als Pappnasen und Chaoten lieber von der Hänicher Kulturbildfläche verschwinden lassen wollen, es aber mit legalen Mitteln nie vermochten. In der Nacht dieses für den GCC denkwürdigen Tages trägt uns der Leiter der Abteilung Kultur beim Rat des Kreises immer wohlgesonnene Günter Mack sogar die schweren Technikkoffer nach Hause und gibt mit seinen letzten 5 Alu-Chips in der Weinstube noch eine Saalrunde.

1986 wird das Deutsche Haus wieder umgebaut, und der GCC reist zu Veranstaltungen nach Delitzsch und Vockerode. Teile unseres Publikums reisen mit.

1987 ein Novum: Weiberfastnacht. Unter dem Motto: "Nun schlägt´s 13" ergreifen unsere Frauen, die Ratselfen, die Macht und regieren in der 13. Session des GCC. Diese ist gleichzeitig die Geburtsstunde einer Traditionsfigur des Hänicher Karnevals: des Teufels. Es ist Präsident Jürgen Bär, der diese Figur zum Leben erweckt.

Der GCC bekommt eigene Räumlichkeiten. Endlich Requisiten, Sitzungen und Proben unter einen Dach. Es wird von allen Mitgliedern viel Zeit investiert, um den Setzersaal im alten Werkdruck für unsere Zwecke herzurichten.

11.11.1989 - seit zwei Tagen ist die "Mauer" offen. Wendestimmung auch beim GCC. Wir hoffen trotzdem auf einen vollen Saal. Und unser Hänicher Publikum enttäuscht uns nicht. Einige Akteure kommen erst Minuten vor Ihren Auftritten aus Berlin zurück und haben sogar ein Stück Mauer mitgebracht. Als sich zu den Sonntagsdemos 1989 in Hänichen niemand von der Staatsmacht wagt, Mikrofone und Scheinwerfer auf dem Schützenplatz aufzustellen, ist es der GCC, der mit seiner Technik einspringt. Wir hatten mit den Leuten, die bei den Veranstaltungen unser Programm mitschrieben, schon unsere Erfahrungen gemacht und so keine Probleme damit.

Mit der neuen Einheit kommt aber auch die Selbstständigkeit als Klub. Wir werden "e.V.", weil in Bundesdeutschland ja alle ordentlichen Vereine e.V. sein müssen und wir uns selbst für recht ordentlich halten. Von nun an sind wir nicht nur Programmgestalter, sondern auch Einlassdienst, Garderobenfrau, Saalmieter, Ordnungsdienst, sprich Veranstalter. Zwar sind wir es mit allen Einnahmen, aber was viel schlimmer ist, auch mit allen Ausgaben. An der Qualität des Programms gibt es keine Abstriche, denn das wurde von Anfang an immer selbst gemacht und nicht wie bei vielen anderen Klubs "eingekauft".

Natürlich suchten wir auch nach Erfahrungen der Karnevalisten in den alten Bundesländern. Wir mussten jedoch (wie fast jeder Ossi inzwischen) feststellen, dass dort auch nur mit Wasser gekocht wird. Unser Publikum konnte sich zu unserer Galaveranstaltung am 10.11.1990 ein eigenes Bild davon machen.

Nach 11 Jahren endlich auch wieder ein Rosensonntagsumzug. Es ist wie in alten Zeiten. Tausende von Menschen jubeln uns begeistert an den Straßen zu. Einige haben sogar blau-gelb geflaggt.

In der Bütt erscheint eine neue Figur. Unser Trudchen, alias Brigitte Walther, erlebt ein begeistertes Publikum.

So bleibt der GCC auch mit D-Mark das, was er früher war: der Klub für unser Hänicher Publikum.

1996 steigt die Miete für unsere Probenräume ins Unbezahlbare. Der Klub entschließt sich zum Kauf eines alten Bauernhofes inmitten der Altstadt. Sehr viel Zeit und eine Menge Geld wird seit dem in dieses neue Heim des GCC gesteckt. Viele ortsansässige Firmen und Hänicher Bürger haben uns beim Aufbau in unterschiedlichster Art und Weise unterstützt.

1999 wird zu einem weiteren Meilenstein in der Geschichte des GCC. Es wird eine Idee verwirklicht, die schon sehr lange in den Köpfen der GCC-Mitglieder "kocht". Am 10.Juli steigt unser "I. Haus & Hoffest". Eine Veranstaltung des GCC für Jung und Alt mitten im Sommer, die einen Zuspruch findet den selbst die größten Optimisten nicht vorausgesagt hätten. Wir entscheiden uns, dieses Fest zur Tradition werden zu lassen.

 

 
Die Etappen